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NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst informiert sich bei Kiepe Electric über emissionsfreie Antriebe für den ÖPNV

In dieser Woche besucht NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst im Rahmen der Mobilitätswoche Unternehmen, um wegweisende Konzepte zu diskutieren, die Ressourcen schonen und zur Lärm- und Emissionssenkung beitragen.

(v.r.n.l) Peter Preuß (MdL), NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Geschäftsführer Dr. Rainer Besold und Projektleiter Dr. Marcel Manheller beim Düsseldorfer Systemspezialisten Kiepe Electric GmbH | ©Thomas Willemsen (LOKOMOTIV FOTOGRAFIE)

Minister Hendrik Wüst: „Mobilität und innovative Antriebssysteme sind wichtige Themen im Koalitionsvertrag. Beide werde ich in den nächsten Jahren vorantreiben. Für die angestrebte Verkehrswende brauchen wir neuartige und leistungsstarke Technologien. Kiepe Electric ist Vorreiter für klimafreundliche E-Mobilität.“ Das Düsseldorfer Unternehmen Kiepe Electric GmbH, ein Unternehmen der Knorr-Bremse Gruppe, bietet Verkehrsbetreibern neben Systemen für Straßenbahnen eine Reihe von erprobten Lösungen im Bereich innovativer Antriebsysteme, beispielweise für die Elektrifizierung von Elektrobusflotten in mittleren bis großen Städten, die schnell realisiert und genauso zuverlässig wie Dieselbusse betrieben werden können.

Besonders hohe Nachfrage findet derzeit die sogenannte In Motion Charging (IMC®)-Technologie. Beim IMC fahren die Elektrobusse bis zu 25 km im Batteriemodus und lassen sich dann während der Fahrt unter der Oberleitung, den sogenannten Ladestraßen, wieder aufladen. Im Rahmen des Interreg VA-Programms fördert das Land NRW bereits gemeinsam mit der Provinz Gelderland die Weiterentwicklung dieser Technologie im Projekt „E-Bus 2020: In Motion Charging“. Bis 2020 stellt Solingen 20 Dieselfahrzeuge auf IMC-Technologie um, damit wächst der Anteil der Elektrobusse auf 66% der gesamten Fahrzeugflotte. Schon jetzt sind die Stadtwerke Solingen deutschlandweit führend: Mit 50 Trolleybussen fährt dort die größte operierende Elektrobusflotte. Die Oberleitungen dienen zudem als Rückgrat eines Smart Grids (intelligentes Stromnetz) und verteilen so Gleichstrom in der Stadt, z.B. auch für das Laden von Elektroautos und Fahrrädern. Somit ist die IMC-Infrastruktur Tag und Nacht mit einem entsprechend hohen Nutzungsgrad einsetzbar. In Städten, die bereits über ein U-Bahn- oder Straßenbahnnetz verfügen, komplementieren IMC-Busse das E-Mobilitätsnetz, da die Unterwerke der Bahn nutzbar sind. NRW bietet besonderes Ausbaupotential: In zwölf nordrhein-westfälischen Städten (von insgesamt 68 Städten deutschlandweit) sind bereits Oberleitungen und Unterwerke installiert.

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(v.l.n.r) Beim Betriebsrundgang erläuterte Geschäftsführer Dr. Rainer Besold (Kiepe Electric GmbH) NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Peter Preuß (MdL) die Besonderheiten der leistungselektronischen Komponenten des Solinger Batterieoberleitungsbusses (BOB) | © Thomas Willemsen (LOKOMOTIV FOTOGRAFIE)

In der Knorr-Bremse Konzernzentrale in München begrüßt man den Austausch mit der Politik: „Wir freuen uns sehr, dass wir Herrn Minister Wüst heute über die Möglichkeiten alternativer Antriebssysteme informieren konnten. In den USA sind wir bereits etablierter Anbieter für emissionsfreie Antriebe im Nutzfahrzeugbereich. Für unsere amerikanischen Kunden war es von Anfang klar, dass sie diese moderne IMC-Technologie zur Entlastung der Umwelt benötigen. Auch in Deutschland besteht großes Interesse, allerdings gibt es immer noch Hemmschwellen zur Einführung, vor allem in Städten, die noch über keine Oberleitung verfügen. Wir brauchen hier die Unterstützung der Politik für einen sauberen und zuverlässigen Nahverkehr“, so Dr. Peter Radina, Geschäftsführer der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH. Kiepe Electric hat umfassende Projekterfahrung in der Neueinführung von IMC-Netzen und der Erweiterung von bestehenden Trolleynetzen. Weltweit sind 600 dieser IMC-Busse mit zuverlässigen elektrischen Ausrüstungen von Kiepe Electric im Betrieb.


Knorr-Bremse ist führender Hersteller von Bremssystemen und Anbieter weiterer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge mit rund 5,5 Mrd. Euro Umsatz im Jahr 2016. Circa 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln, fertigen und betreuen Brems-, Einstiegs-, Steuerungs- und Energieversorgungssysteme, Klimaanlagen, Assistenzsysteme und Leittechnik sowie Lösungen rund um den Antriebsstrang. Als technologischer Schrittmacher leistet das Unternehmen schon seit 1905 mit seinen Produkten einen maßgeblichen Beitrag zur Sicherheit auf Schiene und Straße. Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit vertrauen Tag für Tag den Systemen von Knorr-Bremse.

Das Knorr-Bremse Tochterunternehmen Kiepe Electric mit Sitz in Düsseldorf ist ein weltweit tätiger Anbieter elektrischer Systeme für die führenden Schienenfahrzeug- und Bushersteller. Das Unternehmen bietet effiziente Lösungen und ökologisch nachhaltige Konzepte für einen emissionsreduzierten öffentlichen Verkehr mit umweltfreundlichen Elektroausrüstungen für Straßenbahnen, U-Bahnen und Regionalbahnen sowie Batterie-, Trolley- und In Motion Charging (IMC)-Busse.

Knorr-Bremse Group
Kontakt:
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Leiter Unternehmenskommunikation
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Moosacher Straße 80
D-80809 München
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E-Mail: melanie.wiedenhoefer@knorr-bremse.com